🔬

Philosophischer Zombie Experiment

Kann etwas sich genau wie Sie verhalten — und dabei innerlich nichts fühlen?

🔬 Jetzt ausprobieren

Was ist das P-Zombie-Problem?

Ein philosophischer Zombie ist ein hypothetisches Wesen, das einem bewussten Menschen in jeder Hinsicht physisch identisch ist, aber keinerlei subjektive Erfahrung hat. Von David Chalmers (1996) vorgeschlagen, erforscht es das harte Problem des Bewusstseins.

📖 Vertiefung

Analogie 1

Stellen Sie sich einen perfekten Roboter vor, der jede menschliche Reaktion nachahmt – bei Witzen lächelt, bei Beerdigungen weint, vor Schmerz schreit – und doch im Inneren absolut nichts spürt. Es ist ein Oscar-prämierter Schauspieler, bei dem kein inneres Publikum die Aufführung beobachtet.

Analogie 2

Stellen Sie sich einen Verkaufsautomaten vor, der „Autsch!“ sagt. Wenn man dagegen tritt, zuckt es realistisch zusammen und reicht eine Beschwerde ein – hat aber keine Erfahrung mit Schmerzen. Die P-Zombie-Frage lautet: Könnte ein MENSCH wie dieser Verkaufsautomat sein und gleichzeitig körperlich mit Ihnen identisch sein?

🎯 Simulator-Tipps

Anfänger

Beobachten Sie den Zombie und das bewusste Wesen nebeneinander – identisches Verhalten, unterschiedliche innere Erfahrung.

Mittelstufe

Erkunden Sie Funktionalismus, Epiphänomenalismus und Dualismus, um herauszufinden, was Zombies denkbar macht.

Experte

Untersuchen Sie, ob die Denkbarkeit eines Zombies beweist, dass Bewusstsein nicht-physisch ist.

📚 Glossar

P-Zombie
Hypothetisch, körperlich identisch mit einem Menschen, aber ohne bewusste Erfahrung oder Qualia.
Qualia
Subjektive bewusste Erfahrungen – wie es ist, Rot zu sehen, Schmerzen zu spüren oder Schokolade zu schmecken.
Conceivability Argument
Wenn P-Zombies denkbar (logisch möglich) sind, dann ist das Bewusstsein nicht rein physisch.
Physicalism
Ansicht, dass alles, einschließlich des Bewusstseins, letztendlich physisch ist oder über das Physische hinausgeht.
Dualism
Gehen Sie davon aus, dass Geist und Körper grundsätzlich unterschiedliche Substanzen oder Eigenschaften sind.
Functionalism
Theorie, dass mentale Zustände durch ihre funktionellen Rollen definiert werden, nicht durch ihre physische Zusammensetzung.
Epiphenomenalism
Ansicht, dass Bewusstsein existiert, aber keine kausale Wirkung auf die physische Welt hat.
Explanatory Gap
Die Kluft zwischen physischen Beschreibungen von Gehirnprozessen und subjektiver bewusster Erfahrung.
Supervenience
Beziehung, in der geistige Eigenschaften von körperlichen Eigenschaften abhängen – keine geistige Veränderung ohne körperliche Veränderung.
Mary's Room
Frank Jacksons Gedankenexperiment: ein Farbwissenschaftler, der alles über Farbe weiß, sie aber noch nie gesehen hat.

🏆 Schlüsselpersonen

David Chalmers (1996)

Formulierte das philosophische Zombie-Argument in „The Conscious Mind“, das für die Debatte über schwierige Probleme von zentraler Bedeutung ist

Daniel Dennett (1991)

Prominenter Kritiker von P-Zombies, der argumentiert, dass sie bei richtiger Analyse nicht wirklich denkbar seien

Frank Jackson (1982)

Erstellte das Wissensargument (Mary's Room), das die Existenz nicht-physischer Qualia unterstützt

Thomas Nagel (1974)

Das argumentierte Bewusstsein hat in „What Is It Like to Be a Bat?“ einen unreduzierbar subjektiven Charakter.

Saul Kripke (1980)

Bereitstellung modaler Logikwerkzeuge zur Analyse der Vorstellbarkeit und Notwendigkeit in Bewusstseinsdebatten

🎓 Lernressourcen

💬 Nachricht an Lernende

Entdecken Sie die faszinierende Welt des philosophischen Zombie-Labors. Jede Entdeckung beginnt mit Neugier!

Loslegen

Kostenlos, ohne Anmeldung

Loslegen →